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Gruppenliga Darmstadt

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Büttelborner Gruppenligadebüt in Nauheim – Auch Messel beginnt mit einem Derby

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Sechzehn der siebzehn Gruppenligisten (der VfL Michelstadt ist spielfrei) treten am kommenden Sonntag (06.08.) zum Auftaktprogramm der Saison 17/18 an. Bis auf das Duell Unter-Flockenbach vs. Geinsheim (Kick-off 15Uhr30) werden alle Begegnungen um 15Uhr angepfiffen.

Im Vergleich zur vorigen Spielzeit sind gleich sechs neue Vereine am Start. Als Kreisoberligameister stiegen der SV Unter-Flockenbach (sofortiges Comeback nach nur einem Jahr Verbannung) und das Duo SKV Büttelborn / SG Sandbach (die beiden Klubs feiern Premiere im Darmstädter Fußballoberhaus) auf. Das gleiche Beförderungskunststück glückte Hassia Dieburg dank einem Last Minute – Treffer in der Relegation. Nach ihren Verbandsligaabstechern melden sich der SV Geinsheim und der VfL Fehlheim „von oben“ zurück. Dieses Sextett ersetzt die abgewanderten Protagonisten Germania Ober-Roden (Gruppenligachampion 16/17 und Aufstieg in die Verbandsliga) und gleich fünf Teams, die nach dem Abstieg nun in der Kreisoberliga auflaufen: TSV Lengfeld, VfL Birkenau, TSV Seckmauern, FSV Riedrode und FC Arheilgen.

Alle Partien des ersten Gruppenligaspieltags:

Rot-Weiß Walldorf – FC Fürth

Nach dem unfreiwillig verschenkten Aufstieg in der Vorsaison (Herbstmeister Walldorf gab aufgrund einer Schwächephase im Frühjahr seinen klaren Vorsprung preis und musste auf der Zielgerade Germania Ober-Roden bzw. SG Unter-Abtsteinach den Vortritt lassen) nehmen die Rot-Weißen einen neuen Anlauf, um das Projekt Rückkehr in die Verbandsliga zu realisieren. Das verantwortliche Gremium um Trainer Max Martin hat ähnlich wie vor einem Jahr wiederum kräftig am Personalrad gedreht. U.a. sind die bereits in der Hessenliga geeichten Fabian Borger, Dragan Niksic, Christian Matheisen oder Marc Eichfelder jetzt an der Okrifteler Straße aktiv, weshalb die Doppelstädter wiederum zum engsten Favoritenkreis zählen. Gegen den FC Fürth kommt es gleich zur großen Bewährungsprobe. Die Odenwälder mussten zwar mit ihrem langjährigen Torgaranten Florian Kneissl (zum VfL Birkenau) und Marcel Meister zwei absolute Korsettstangen verabschieden, aber mit den „Mukas“ (Muharrem und Besim) wurden sehr adäquate Neuverpflichtungen für die Offensivabteilung ins Odenwälder Land gezogen.

Olympia Biebesheim – SG Unter-Abtsteinach

In der vergangenen Spielzeit mischte Biebesheim als Newcomer das Gruppenligaestablishment mal so richtig auf. Abschlussposition Sieben war eine echte Duftmarke. Man darf gespannt sein, ob die Olympia im „berühmt-berüchtigten“ zweiten Jahr diesen Level untermauern oder sich sogar steigern kann. Das Potenzial besitzt die über einen langen Zeitraum zusammengewachsene Mannschaft allemal. Gleich zur Ouvertüre haben die Schützlinge von Coach Hans Risberg eine echte Herkulesaufgabe vor der Brust, denn mit der SGU kommt nicht mehr oder weniger als der amtierende Vizemeister an den Rhein. Unter-Abtsteinach schrammte in der Relegation haarscharf am Aufstieg vorbei. In den beiden Partien gegen Viktoria Nidda und RW Frankfurt II fehlten nur Nuancen respektive ein Quäntchen Glück zum Triumph. Es steht wohl außer Frage, dass man die Mannschaft des neuen Übungsleiters Aiad Al-Jumaili (Nachfolger des zum FC Bensheim abgewanderten Ludwig Brenner) wiederum auf dem Zettel stehen haben sollte, wenn die Frage nach den Aufstiegsaspiranten gestellt wird.

SV Unter-Flockenbach – SV Geinsheim

Da sind sie wieder, die Fußballer vom idyllischen Gorxheimertal nahe der „Grenze“ zu Baden-Württemberg. Das Exil auf der Kreisoberligaebene des zuvor dienstältesten Gruppenligisten war auf ertragbare zwölf Monate beschränkt. Wie überlegen und dominant der SVU durch die Kreisoberliga Bergstraße „spazierte“, verdient Anerkennung. Das Vertrauen in Langzeittrainer Mirko Schneider (seit 2005 ununterbrochen in Amt und Würden) hat sich gelohnt. Auch wenn vor wenigen Monaten noch zwei Klassen zwischen den beiden Klubs klafften (Geinsheim hat nach zwei Jahren Verbandsligaaufenthalt wieder sein altes Gruppenligawohnzimmer angemietet), dürfte sich auch der zweite Teil der langen Dienstreise vom Treburer Stadtteil nach Unter-Flockenbach alles andere als ein Ergebnisselbstläufer gestalten. Den Vergleich gab es nämlich schon am letzten Samstag, wo sich die angereisten Gelb-Schwarzen unter der Regie ihres neuen Coachs Thorsten Lamers (zuvor bei der U15 des 1. FC Kaiserslautern tätig, er beerbte das Tandem Kim Kinkel/Tim Schicker) auf der Bühne des Hessenpokals (erste Runde) nach einem 2:2 n.V. erst im Elfmeterschießen mit 4:3 durchboxen konnten. Eine Woche nach dieser Erstausgabe wirft der nun beginnende Ligaalltag die identische Paarung aus. 

Hassia Dieburg – TSG Messel

Die unterklassige Tristesse am Wolfgangshäuschen hat ein Ende. 2011 stürzte Dieburg aus der Gruppenliga ab und wurde ein Jahr später sogar in die Kreisliga A durchgereicht. Doch seitdem geht der Daumen wieder nach oben. Anfang Juni perfektionierte Vereins-Hero Torsten Schnitzer (damals auch Spielertrainer) die Renaissance, als er in der letzten Minute des entscheidenden Relegationsmatches gegen den VfR Groß-Gerau einen Freistoß zum den Aufstieg bedeutenden 1:0 versenkte. Für das Gruppenligacomeback beschränkt sich Torsten Schnitzer auf seine kickende Tätigkeit und überreichte den Trainerstab an Robin Schnitzer respektive Stefan Fäth. Gleich im ersten Einsatz bekommt Dieburg einen lokalen Gradmesser serviert (von der Grube ans Wolfgangshäuschen ist es nur ein „Katzensprung“). Schließlich darf die TSG mit Fug, Recht und Stolz behaupten, inzwischen der dienstälteste Gruppenligist zu sein. Nonstop seit 2011 auf dieser Bühne – das gelang keinem anderen Vertreter des aktuellen Teilnehmerfeldes. Im Kampf auf der Klassenerhaltsrasierklinge wird sich Messel also durch und durch abgehärtet präsentieren, um sein Dauerabonnement auch zum Kehraus der jetzt beginnenden Runde zu verlängern.

SV 07 Nauheim – SKV Büttelborn

So hoch kickte ein Büttelborner Verein seit rund sechzig Jahren nicht mehr. Diese Einleitung macht deutlich, was der Aufschwung für die von vielen als Handballstadt eingestufte Gemeinde bedeutet. Den erstmaligen Einzug in die Gruppenliga wurde am Ende der vergangenen Saison durch eine Siegesserie (neun an der Zahl) realisiert, dank der man den schon mit deutlichem Vorsprung führenden VfR Groß-Gerau in der Kreisoberliga noch abfangen und sogar in die Schranken weisen konnte. Für die meisten Spieler ist das höchste Darmstädter Fußballstockwerk noch Neuland. Aber nicht für Trainer Arndt Hornicek, der die Liga als aktiver Stürmer von Germania Pfungstadt und als Coach von RW Darmstadt II kennen gelernt hat. Für den Beginn des höherklassigen „Abenteuers“ halten sich die SKV-Fahrtkosten in Grenzen. Die wenigen Kilometer nach Nauheim sind nicht nur wegen den alten gemeinsamen KOL-Zeiten eine Standardroute. Der SV07, der in seine dritte Gruppenligaspielzeit marschiert und nicht so lange wie in der zurückliegenden Spielzeit um den Klassenerhalt zittern möchte, darf sich für die Reaktivierung dieses Derbys sicherlich auf viele Zuschauer freuen. 

TSV Höchst – VfR Fehlheim

TV Lampertheim – Sportfreunde Heppenheim

SG Sandbach – SV Münster

Spielfrei: VfL Michelstadt

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 03 August 2017 14:22
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