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2. Bundesliga

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1:1 gegen Kiel – Trotz früher Führung reicht es wieder nicht für einen Sieg

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Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Immerhin stoppte der SV Darmstadt 98 im Rahmen der zwölften Zweitligasaisonrunde mit einem 1:1 gegen den Tabellenzweiten Holstein Kiel am Samstagmittag seine Niederlagenserie, was aber nichts daran ändert, dass die Lilien jetzt seit sechs Partien auf einen Sieg warten und im sogenannten Ranglistenmittelfeld stagnieren.

SV Darmstadt 98 – Holstein Kiel  1:1

SVD: Mall, Bangaard, Sulu, Holland, Kamavuaka, Altintop (37. Stark), Sirigu, Rosenthal (54. Sobiech), Großkreutz, Mehlem (66. Steinhöfer), Platte

Kiel: Kronholm, Hermann, Schmidt, Czichos, van den Bergh, Kinsombi (86. Peitz), Schindling, Mühling, Drexler, Lewerenz (75. Weilandt), Ducksch (70. Seydel)

Tore: 1:0 Platte 5. 1:1 Drexler 42.

Zuschauer: 15500

Für die Mission „Ende der Ergebniskrise“ nahm Torsten Frings gegenüber dem 0:1 in Düsseldorf zwei Startelfveränderungen vor. Sandro Sirigu und Marvin Mehlem rutschten wieder in die Anfangsformation und durften bereits nach fünf Minuten eine rasche Führung bejubeln. Felix Platte behauptete in perfekter Stürmermanier den Ball gegen die vergebens attackierenden Kieler Abwehrbeine und vollendete aus spitzem Winkel in den Giebel.

Dank der frühen Motivationsspritze hatte der Sportverein bis zur 37. Minute prinzipiell alles unter Kontrolle. Doch dann musste Coach Frings die Reißleine ziehen und den immens gelb-rot-verdächtigen Hamit Altintop in „Schutzhaft nehmen“ sprich vom Platz holen, um einer personellen Dezimierung vorzubeugen. Für ihn kam Yannick Stark in die Partie. Die Störche nutzten diese blau-weiße Umstellungsphase konsequent aus. Dominick Drexler (nicht verwandt und verschwägert mit der kürzlich verstorbenen 98er-Legende) schloss einen Gästevortrag rentabel zum Ausgleich ab. In den finalen Sequenzen vor dem Gang zur Pausenandacht wäre der SV98 beinahe noch sogar in Rücklage geraten.

Nach dem Wiederbeginn verkrochen sich die Highlights mit Ausnahme eines knapp am Ziel vorbeirauschenden Distanzversuches von Sandro Sirigu und beschränkten sich auf ein Minimum. Drexler (scheiterte aus kurzer Entfernung an Keeper Joel Mall) und ein Kunstschuss vom 120 Sekunden zuvor eingewechselten Markus Steinhöfer (Schlussmann Kronholm kratzte die Kugel aus dem Winkel) bedeuteten hüben wie drüben die einzigen nennenswerten Chancen für eine Dreierverbuchung.

Obwohl den Störchen 120 Pokalminuten vom vergangenen Mittwoch in den Knochen steckten, konnten sie in der Schlussphase jegliche 98er-Ambitionen auf einen Lucky Punch im Keim ersticken und entführten einen verdienten Punkt an die Förde. Für den Sportverein war das Remis weder Fisch noch Fleisch. Wenn man den Score positiv beurteilen will, hat man dem eventuellen Durchmarschnachfolger ein Unentschieden abgeknöpft und am Bölle das erste kleine Erfolgserlebnis gegen den Klub von der Förde eingeheimst (es fanden ja erst zwei Duelle an der Nieder-Ramstädter Straße statt). Ob der Matchverlauf bezüglich der aktuellen sportlichen Gesamtsituation als Auftriebsschub einzuordnen ist, sollen die verantwortlichen Gremien beurteilen. Am nächsten Samstag treten die Lilien bei der Eintracht in Braunschweig an, wo sich der gastgebende Traditionskollege weit entfernt von der Spitzengruppe mit ähnlichen „Problemen“ herumplagt. 

 

Letzte Änderung amSamstag, 28 Oktober 2017 17:07
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