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Hessenliga

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SC Griesheim in Alzenau gefordert

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Nach dem 1:1 zum Hessenligastart gegen den VfB Ginsheim hofft Viktoria Griesheim im ersten auswärtigen Saisoneinsatz bei Bayern Alzenau zu punkten (Anstoß Samstag um 15Uhr). Leichter gesagt als getan, denn der letzte Sieg auf fremdem Geläuf liegt schon zehn Monate zurück.

Anfang Oktober 2016 entführte der Sportclub dank einem 2:0 in der Johannisau von Borussia Fulda die komplette Beute von einem Gastgeber. Dieses Glücksgefühl erlebte die Mannschaft von Suat Türker seitdem nicht mehr. In den folgenden neun Hessenligapartien fern des Hegelsbergs setzte es acht Niederlagen und nur ein einziges Pünktchen sprang auf das Konto. Logisch, dass die Viktoria diese Altlasten der vergangenen Spielzeit (hinzu gesellen sich noch insgesamt acht sieglose Begegnungen in Folge) nun zu Beginn der neuen Saison zu tilgen versucht.

Zudem konnte der SCV auf dem Hessenligaterrain in Alzenau noch nie gewinnen. Auf den letzten drei Dienstreisen an den Westrand des Spessarts gab es rein gar nichts zu erben. Immerhin hielt man sich im gleichen Zeitraum zu Hause gegen die „hessischen Bayern“ schadlos und siegte dreimal hintereinander. Der unterfränkische Verein kickt wegen den geringeren Entfernungen seit 1992 in Hessen und seit 2005 durchweg mindestens im Oberhaus. 2009/10 und 2011-13 schlug Alzenau sogar insgesamt drei Jahre in der viertklassigen Regionalliga auf.

Gecoacht wird das Team von Angelo Barletta, der den SCV natürlich wie seine Westentasche kennt. 2014 bis 2016 leitete der frühere Zweitligaprofi (Erfurt, Siegen, FSV Ffm. und Osnabrück) die Übungsleitereinheiten am Hegelsberg und feierte zweimal den Klassenerhalt, ehe es ihn über die hessische Landesgrenze hinaus ins unterfränkische Land zog. Dort schnupperte er in der Vorsaison sogar am Aufstieg und landete letztendlich auf Position Vier. Vor allem weil mit Salvator Bari ein weiterer Ex-Griesheimer konstant den Ball in den gegnerischen Kasten einschweißte und mit 29 Buden Ligatorschützenkönig wurde. Bari wird aber gegen den alten Verein ausfallen, weil er sich im Alzenauer Eröffnungsspiel gegen Lohfelden (0:0) einen Innenbandanriss zuzog.

Suat Türker, der seit der Barletta-Luftveränderung in Griesheim als Chefcoach fungiert, darf bei seinem Vorgänger sicherlich keine Geschenke erwarten. Die Hausherren marschieren ungeachtet der für sie eher enttäuschenden Nullnummer zum Start gegen Lohfelden als Favorit in das Match und werden zum erweiterten Kandidatenkreis für eine Aufstiegsbewerbung eingeschätzt. Ihr Leistungsvermögen  untermauerten die Bayern am Dienstag durch ein höchst souveränes 7:0 beim Verbandsligisten Viktoria Urberach (Hessenpokal). Doch der SCV-Kader ist stark genug, um eine adäquate Paroli abzuliefern. Beim Einstieg gegen Ginsheim verlief noch nicht alles wie das Gelbe im Ei, aber die Viktoria kann an einem guten Tage auch dem stark eingeschätzten Platzhirsch ein Bein stellen. Vielleicht platzt ja am Samstag der Auswärtsknoten…

Parallel empfängt der VfB Ginsheim den Aufsteigerkollegen SC Waldgirmes zum ersten Hessenligaheimmatch seiner Vereinsgeschichte. Nach dem 1:1 am Hegelsberg wird der VfB sicherlich selbstbewusst und euphorisch zum Premierenduell gegen den mittelhessischen Gast auflaufen. Verzichten müssen die Altrheinkicker allerdings definitiv auf Kamil Kwiaton (gesperrt) und evtl. auf Maximilian Thomasberger (verletzt). Waldgirmes startete mit einem ernüchternden 1:4 im Derby gegen Watzenborn-Steinberg und „quälte“ sich am Dienstagabend im Hessenpokal zu einem 2:1 nach Verlängerung beim FV Breidenbach.    

Alle Partien vom 2. Hessenligaspieltag:

Sa 05.08. 15.00

FSC Lohfelden – Rot-Weiß Hadamar, Teutonia Watzenborn-Steinberg – SV Steinbach, OSC Vellmar – Buchonia Flieden, VfB Ginsheim – SC Waldgirmes, Rot-Weiß Frankfurt – KSV Baunatal, Bayern Alzenau – Viktoria Griesheim, TSV Lehnerz – Spvgg Neu-Isenburg

Borussia Fulda – SC Hessen Dreieich verlegt auf 24.02.2018

Spielfrei: FC Ederbergland

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 03 August 2017 14:21
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