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Hessenliga

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1:2 - Griesheim geht in Alzenau leer aus

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Leider fast schon ein gewohntes Szenario: Für Viktoria Griesheim hängen in Unterfranken die Trauben zu hoch. Am zweiten Hessenligaspieltag kassierte der Sportclub die vierte Niederlage hintereinander bei Bayern Alzenau (1:2), wodurch sich auch die Auswärtstalfahrt fortsetzte.

Zwei Vereinen gelang es, ihre Auftaktsiege zu vergolden. Deshalb führen der KSV Baunatal (3:1 bei RW Frankfurt) und Wiederaufsteiger Buchonia Flieden (glattes 3:0 in Vellmar) dank dem Punkteoptimum logischerweise zunächst einmal das Feld an. Dahinter folgen vier Teams, die am Samstag allesamt den ersten Saisonsieg feierten und mit vier Zählern auf den Konto ordentlich aus den Startlöchern geschlüpft sind: TSV Lehnerz (2:0 gegen Spvgg Neu-Isenburg, der gastierende Neuling schaute also bei seinem ersten Hessenligaeinsatz seit vierzig Jahren ergebnistechnisch in die Röhre), SV Steinbach (überraschendes 3:2 beim Regionalligaabsteiger und Toppfavoriten Watzenborn-Steinberg), Bayern Alzenau und der FSC Lohfelden (2:1 gegen Hadamar).

Einen Ernüchterungsprozess musste der VfB Ginsheim quittieren. Im Aufsteigerduell wurde der Newcomer aus dem Mainspitzdreieck vom SC Waldgirmes düpiert (1:4-Heimpleite). Ginsheim und Griesheim bleiben ergo gemeinsam bei je einem Punkt stehen, der ja aus dem direkten Vergleich vor Wochenfrist zum Ligaeinstieg resultiert. Der einzige Klub, der bislang zweimal in den sauren Niederlagenapfel biss, ist der OSC Vellmar, weswegen die Nordhessen fortan die rote Laterne tragen.

FSC Lohfelden – Rot-Weiß Hadamar  2:1

Tore: 1:0 Salkovic 45. 2:0 Cakmak 74. 2:1 Böcher 77.

Zuschauer: 180

Teutonia Watzenborn-Steinberg – SV Steinbach  2:3

Tore: 0:1 Münkel 16. 1:1 Korzuschek 77. 1:2 Kvaca 78. 1:3 Müller 87. 2:3 Korzuschek 90.

Zuschauer: 600

OSC Vellmar – Buchonia Flieden  0:3

Tore: 0:1 Krause 15. 0:2 Leibold 40. FE 0:3 Götze 67.

Zuschauer: 200

VfB Ginsheim – SC Waldgirmes  2:4

Tore: 0:1 Gros 12. 1:1 Teodonno 36. 1:2 Duran 45. 1:3, 1:4 Gros 80., 90. + 1 2:4 Mehnatgir 90. + 3

Zuschauer: 300

Im ersten Hessenligamatch am Altrhein gerieten die Hausherren bereits nach zwölf Minuten in eine Ergebnisrücklage. Der erfahrene Jurij Gros (hat schon ca. 200 Spiele im Oberhaus auf dem Buckel) nahm sich ein Herz und wuchtete den Ball aus großer Entfernung in den Torwinkel. Francesco Teodonno, Neuzugang vom Südwest-Verbandsligisten Alemannia Waldalgesheim und davor ausgebildet in der Jugend des SV Wehen Wiesbaden, erzielte den Ausgleich respektive das Ginsheimer Premierentor vor eigenem Publikum im Hessenligaschaufenster. Doch die letzte Aktion der Eröffnungshälfte brachte den Gastgeber erneut ins Hintertreffen. Tolga Duran krönte eine feine Einzelleistung mit dem 2:1 für Waldgirmes. Nach dem Wiederbeginn kämpfte der VfB um eine Wende, aber gegen die Klasse vom überragenden  Jurij Gros, der in der Schlussphase noch einen Doppelschlag auspackte, war kein Kraut gewachsen. Während der Nachspielzeit betrieb der eingewechselten Mahdi Mehnatgir zumindest noch eine Ergebniskosmetik.

Rot-Weiß Frankfurt – KSV Baunatal  1:3

Tore: 1:0 Kara 13. 1:1 Tanjic 36. 1:2 Han 73. 1:3 Pforr 76.

Zuschauer: 230

Bayern Alzenau – Viktoria Griesheim  2:1

Tore: 1:0 Özer 19. 2:0 Niesigk 33. 2:1 Böttler 47.

Zuschauer: 300 

Besonderes: Rot Milosevic (SCV) 80.

In Alzenau fanden die negativen Griesheimer Resultatstendenzen eine Fortsetzung. Der SCV ist jetzt saisonübergreifend seit neun Hessenligapartien und zehn Auswärtsspielen sieglos. Hauptursache für die Niederlage in Alzenau war die mehr oder weniger verschlafene erste Halbzeit, in der die Gäste nicht richtig in die Pötte kamen. Die taktische Umstellung (mit Pascal Stork und Yves Böttler zwei Sturmspitzen sowie Fabian Walter als offensiver „Zehner“ dahinter) brachte nicht den gewünschten Profit. Die Gastgeber wirkten ballsicherer und führten zur Halbzeit verdient 2:0. In der Pause reagierte Coach Suat Türker und änderte sein Konzept, indem er das Mittelfeld verstärkte und fortan in einem „4-1-4-1“-System agieren ließ. Diese Maßnahme fruchtete schnell. Böttler gelang nach einer Flanke von Fidan Salii per Volleyschuss aus rund sechs Metern die rasche Verkürzung respektive das Hoffnungscomeback. Doch im weiteren Verlauf agierte Griesheim nicht zwingend genug. Die Unterfranken waren dem dritten Treffer näher als der Sportclub dem Ausgleich. Spätestens nach der roten Karte für Danilo Milosevic senkte sich der viktorianische Daumen endgültig nach unten.  

TSV Lehnerz – Spvgg Neu-Isenburg  2:0

Tore: 1:0 Trägler 63. 2:0 Jordan 90.

Zuschauer: 600

Borussia Fulda – SC Hessen Dreieich verlegt auf 24.02.2018

Spielfrei: FC Ederbergland

 

Letzte Änderung amSonntag, 06 August 2017 22:26
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