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Hessenliga

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SC Griesheim empfängt den „Relegationsdauerbrenner“

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Für die dritte Hessenligasaisonrunde sieht der Spielplan für Viktoria Griesheim am Samstag eine Heimaufgabe gegen Rot-Weiß Frankfurt vor. Nach nur einem erbeuteten Punkt aus den ersten beiden Partien hofft der Sportclub, vor eigenem Publikum den ersten Sieg einzufahren.

Ein solcher würde auch eine längere  Minusserie auf die Müllhalde transportieren. Der letzte Sieg im Oberhaus glückte am 25. März am heimischen Hegelsberg gegen den späteren Absteiger Viktoria Kelsterbach. Seitdem sind neun Partien ins südhessische Land gezogen, in denen der SCV lediglich dreimal remisierte und sechsmal komplett in die Röhre schaute. So wie am vergangenen Sonnabend, als sich Gastgeber Bayern Alzenau trotz des knappen Ergebnisses von 1:2 als eine Nummer zu groß erwies.

Aufgrund der bislang überschaubaren Ausbeute ist der Zugzwang natürlich etwas gestiegen. Jetzt kommt mit Rot-Weiß Frankfurt eine kleine Mannschaftswundertüte,  die nur ganz schwer einzuschätzen ist. In den vergangenen drei Spielzeiten kickte der Traditionsverein – egal in welcher Liga – auf hohem Niveau. Für eine Meisterschaft reichte es zwar nicht, dafür aber konstant für eine Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.

2015 ging das Vabanquespiel noch gut und die Roten vom Brentanobad kehrten nach gewonnener Relegation in die Hessenliga zurück. Dort entwickelten sie sich zum aussichtsreichen Durchmarschkandidaten, doch sowohl 2016 (da hatte der FC Nöttingen die Nase vorn) als auch vor wenigen Monaten (im Juni 2017 stand Röchling Völklingen im Beförderungsweg) scheiterte man in der Saisonverlängerung.

Der letzte vergebliche Versuch mündete in einem „Ausverkauf“ der Leistungsträger (u.a. wechselte Jongin Park an den Hegelsberg). Nur noch eine Handvoll Kicker des eingespielten Teams plus Trainer Daniyel Cimen hielten dem Klub die Treue und bildeten die Grundlage für den erforderlichen Neuaufbau. Im ersten Einsatz drehten die Roten einen 0:3-Rückstand in Hadamar noch in ein achtbares 3:3, ehe es am letzten Samstag gegen Baunatal einen heftigen Rückschlag setzte (1:3-Niederlage).

Mit einem erneuten Mitwirken im Aufstiegsfight ist am Brentanobad heuer ergo nicht zu rechnen. Dennoch ist der Kader adäquat bestückt, um mitzuhalten. Griesheim hat also einen unbequemen Job vor der Brust, um den Traum vom saisonalen „Premierendreier“ zu verwirklichen. Die Heimbilanz seit dem roten Wiederaufstieg 2015 spricht für den SCV (1:0, 0:0). Wenn also am kommenden Samstag diese weiße Hegelsberg-Weste keine Schmutzflecken erhält, wäre das die halbe Miete für das ersehnte Erfolgserlebnis.

Ebenfalls einen Zähler aus zwei Begegnungen weist Neuling VfB Ginsheim aus. Die Fußballer vom Altrhein mussten am zurückliegenden Spieltag gegen Mitaufsteiger SC Waldgirmes Lehrgeld bezahlen (1:4 und damit Debütpleite der noch blutjungen Hessenligahistorie) und treten nun am Sonntag beim aktuellen Spitzenreiter KSV Baunatal an. Mehr als beeindruckend kommt die nordhessische Auftaktstatistik daher (zwei Siege bei 7:1 Toren). Ginsheim tourt ergo zunächst als klarer Außenseiter in die VW-Stadt. Für die meisten Spieler ist es genau wie für den Gesamtverein die bislang am weitesten entfernte Auswärtsprüfung der Karriere/Geschichte. Man darf gespannt sein, wie sich der VfB beim früheren Zweitligisten aus der Affäre zieht.

Alle Partien vom 3. Hessenligaspieltag:

Sa 12.08. 15.00

SC Waldgirmes – OSC Vellmar, Buchonia Flieden – Teutonia Watzenborn-Steinberg, SV Steinbach – Borussia Fulda, SC Hessen Dreieich – TSV Lehnerz, Rot-Weiß Hadamar – Bayern Alzenau, Viktoria Griesheim – Rot-Weiß Frankfurt

So 13.08. 15.00

KSV Baunatal – VfB Ginsheim, Spvgg Neu-Isenburg – FC Ederbergland

Spielfrei: FSC Lohfelden

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 10 August 2017 15:32
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