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Hessenliga

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Der Joker sticht – Pascal Stork sichert SC Viktoria den ersten Saisonsieg

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Viktoria Griesheim kann kräftig durchpusten. Am dritten Hessenligaspieltag bezwang der Sportclub dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte seinen Gast Rot-Weiß Frankfurt 2:1 und feierte nicht nur den saisonalen Premierendreier, sondern auch den ersten Oberhaussieg seit fünf Monaten. Ibrahim Cigdem und der eingewechselte Pascal Stork drehten die Halbzeittristesse in das ersehnte Erfolgserlebnis. 

Aufgrund dieser wichtigen Big Points glich der SCV seine Saisonbilanzen aus und verbesserte sich zunächst einmal auf einen einstelligen Tabellenplatz. Das so gut gestartete Osthessentandem SV Steinbach (derbe 0:6-Heimklatsche im Derby gegen Borussia Fulda) und Buchonia Flieden (0:3 gegen Watzenborn-Steinberg) wurde im dritten Einsatz auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Noch nicht in Fahrt ist Titelverteidiger SC Hessen Dreieich, der nach dem 1:2 gegen den TSV Lehnerz fortan auf den Debütsieg 17/18 wartet. Überraschend deutlich kam Bayern Alzenau bei RW Hadamar unter die Räder (0:5), während das punkt- und torlose Ranglistenschlusslicht OSC Vellmar seine Einstiegsdurststrecke fortsetzte (0:2 in Waldgirmes).

SC Waldgirmes – OSC Vellmar  2:0

Tore: 1:0 Duran 60. 2:0 Öztürk 78. FE

Zuschauer: 250

Buchonia Flieden – Teutonia Watzenborn-Steinberg  0:3

Tore: 0:1 Henn 65. 0:2 Günther 80. 0:3 Aslan 86.

Zuschauer: 400

SV Steinbach – Borussia Fulda  0:6

Tore: 0:1 Mangafic 13. 0:2 Bahssou 33. 0:3 Hillmann 45. 0:4 Müller 49. 0:5 Mangafic 56. 0:6 Müller 73.

Zuschauer: 1500

SC Hessen Dreieich – TSV Lehnerz  1:2

Tore: 0:1 Schaaf 38. 0:2 Trägler 74. 1:2 Schnier 89.

Zuschauer: 280

Rot-Weiß Hadamar – Bayern Alzenau  5:0

Tore: 1:0 Schmidt 28. 2:0 Bruggraf 34. 3:0 Kretschmer 70. 4:0, 5:0 Burggraf 74., 80.

Zuschauer: 250

Viktoria Griesheim – Rot-Weiß Frankfurt  2:1

Tore: 0:1 Kara 24. 1:1 Cigdem 50. 2:1 Stork 83.

Zuschauer: 130

Besonderes: Rot Davulcu (SCV) 89.

Auf das Comeback dieses Glücksgefühls musste der SCV lange warten. Vor dem heutigen Match stand ein 3:0 Ende März gegen Viktoria Kelsterbach als letzter Sieg in den Annalen. Dank dem geglückten Wendemanöver ist dieser Bann nun endlich gebrochen, so dass Trainer Suat Türker und sein Team wieder beruhigter und zuversichtlicher nach vorne schauen können.

Nach einem Happyend sah es beim Gang zum Pausentee allerdings nicht aus. Ähnlich wie in Alzenau „verschlief“ die Viktoria den ersten Durchgang. Der Hausherr fand gegen das in der Sommerpause fast komplett umgekrempelte, aber dennoch ballsicher und überlegen agierende Team vom Frankfurter Bentanobad keinen Zugriff und lag durch einen Treffer von Mirkan Kara (einst in Darmstadt bei den 98ern und Rot-Weiß aktiv) völlig gerechtfertigt zurück.

Coach Türker reagierte und brachte mit dem aus der eigenen Nachwuchsabteilung übernommenen Duo Pedro Araujo da Silva / Ahmet Caglar zwei frische Kräfte, was sich schnell auszahlte. Vor allem Caglar machte vom Fleck weg mächtig Betrieb und bereitete das rasche 1:1 des abschließenden Neuzugangs Ibrahim Cigdem mustergültig vor (erste Hessenligabude des letztjährigen Verbandsligatorschützenkönigs).

Beflügelt durch den erlösenden Ausgleich lief es fortan praktisch wie am Schnürchen. Die jetzt äußerst bissigen Griesheimer entfachten mächtig Druck, was auch die Aluminiumknaller von Yves Böttler und Fabian Walter (trafen beide die Latte) dokumentierten. Zwar versuchten auch die Frankfurter Roten noch einmal zu antworten, aber der aufmerksame Keeper Daniel Duschner zeigte sich auf dem Posten.

In der 79. Minute warf Türker seinen „Edeljoker“ ins nasskalte Gefecht am Hegelsberg und nur weitere vier Minuten darauf klingelte es im Karton. Nach einem langen Ball schirmte Pascal Stork die Kugel geschickt ab, platzierte ihn dann aus rund elf Metern Entfernung zum den Sieg bescherenden Goal ins Eck und überwies trotz dem geschluckten Wermutstropfen kurz vor dem Abpfiff (mit Ediz Davulcu sah schon der zweite Griesheimer in der noch jungen Saison den rote Karton) die gewinnbringenden Saisonpunkte Zwei bis Vier auf das viktorianische Konto. 

KSV Baunatal – VfB Ginsheim  2:1  (So)

1:0 Wolf 82. 2:0 Schrader 85. 2:1 Teodonno 90.

Zuschauer: 250

Spvgg Neu-Isenburg – FC Ederbergland  3:0  (So)

Tore: 1:0 Hartmann 12. 2:0 Gebhardt 57. 3:0 Sachs 78.

Zuschauer: 390

Spielfrei: FSC Lohfelden

Letzte Änderung amSonntag, 13 August 2017 21:32
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