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Hessenliga

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Die 13 bringt dem SC Griesheim kein Glück – Ginsheim 3:3 nach 3:0

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Freitag der 13. plus 13. Spieltag: Die Aberglauben produzierenden Termine wurden aus Sicht von Viktoria Griesheim ihrem ominösen Ruf leider gerecht. Trotz einer klasse Leistung und einer Führung bis zur 72. Minute ging der Sportclub bei seinem hoch favorisierten Gastgeber Hessen Dreieich leer aus und verlor unglücklich mit 2:3.

SC Hessen Dreieich – Viktoria Griesheim  3:2  (Fr)

Tore: 1:0 Amiri 16. FE 1:1 Böttler 45. 1:2 Stork 55. 2:2 Lagator 72. 3:2 Weiss 84.

Zuschauer: 520

Besonderes: T. Fliess (Dreieich) 90.

Mit dem Rückwind von acht Siegen am Stück und dabei erzielten 23:1 Toren empfing der aktuelle „Serientäter“ den SCV und schlug schnell die erwartete Ergebnistendenz ein. Nach einer guten Viertelstunde rasselten Fabian Windeck und Tino Lagator im Sechzehner zusammen. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß und Zubayr Amiri vollstreckte aus elf Metern. Doch wer nun annahm, Griesheim würde ähnlich wie der SC Waldgirmes vor wenigen Wochen mit fliegenden Fahnen im „Hahn Air – Sportpark“ untergehen, wurde eines Besseren belehrt. Das Team von Suat Türker stemmte sich im Kollektiv gegen das drohende Ungemach. Unmittelbar vor der Pause riss der am vergangenen Spieltag gesperrt fehlende Yves Böttler die Dreieicher „Unbezwingbarkeit“ wie ein Kartenhaus ein. Die zehnte Saisonbude des SCV-Stürmers bedeutete gleichzeitig die erste Beschmutzung der weißen Weste von SCH-Keeper Pierre Kleinheider nach einer Serie von 315 Minuten ohne Gegentreffer.

Beflügelt durch dieses Erfolgserlebnis zum psychologisch perfekten Zeitpunkt bot die Viktoria auch im zweiten Abschnitt eine sehr produktive Paroli. Nach glänzender Vorarbeit von Böttler trug sich auch der zweite Griesheimer Offensivmann in die Torschützenliste ein. Pascal Stork verteidigte nicht nur seinen Lauf (traf in den letzten vier Partien immer mindestens ein Mal ins Schwarze), sondern schien durch das 2:1 auch den Sensationsschalter endgültig anzuknipsen. In der 72. Minute wendete sich dann doch das Blatt – allerdings garniert von einigen Portionen Pech. Lagator konnte egalisieren, nachdem Böttler sechzig Sekunden zuvor das wahrscheinlich entscheidende 3:1 verpasst hatte. Dreieich legte in Person von Loris Weiss das 3:2 nach und schaukelte mit dem nötigen Beistand von Fortuna seinen neunten „Dreier“ en block über die Runden, weil dem in der absoluten Schlussphase alles auf eine Karte setzenden SCV trotz aller Berechtigung nach der abgelieferten Performance das 3:3 einfach nicht mehr gelingen wollte.

 

Beim restlichen Hessenligaprogramm am Samstagnachmittag verspielte der lange keck auftrumpfende VfB Ginsheim einen 3:0-Vorsprung beim Spitzenreiter TSV Lehnerz und verpasste die ganz große Sensation. Dennoch ist das 3:3 natürlich als nächste Duftmarke einzuordnen. Lehnerz führt nach dem Remis das Klassement mit nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den SC Hessen Dreieich an, wobei der Verfolger zwei Partien weniger ausgetragen hat.

Dass Viktoria Griesheim auf der 13. Tabellenstufe sitzen bleibt, stand schon am Freitag nach dem Abpfiff in Dreieich fest. Allerdings muss der Sportclub wieder vermehrt nach unten schauen, denn zwei der „Kellerkinder“ machten gehörigen Boden gut. Der SV Steinbach bezwang den KSV Baunatal 2:1 und im Duell zweier direkter Rivalen triumphierte der FC Ederbergland 1:0 über RW Frankfurt. Damit ging bei den Roten vom Brentanobad der Einstand vom prominenten Trainer Mario Basler in die Hose.

FSC Lohfelden – Teutonia Watzenborn-Steinberg  4:1

Tore: 0:1 Cecen 8. FE 1:1 Beyer 33. 2:1 Ulusoy 45. FE 3:1 Bayrak 61. 4:1 Ulusoy 64.

Zuschauer: 150

Besonderes: Rot Spang (Watzenborn) 37.

Borussia Fulda – OSC Vellmar  1:1

Tore: 1:0 Jerkovic 30. 1:1 Utsch 55.

Zuschauer: 500

Spvgg Neu-Isenburg – Rot-Weiß Hadamar  1:1

Tore: 0:1 Burggraf 67. 1:1 Sachs 88.

Zuschauer: 200

Buchonia Flieden – SC Waldgirmes  0:2

Tore: 0:1 Eigentor Bartel 45. 0:2 Duran 59.

Zuschauer: 200

Besonderes: Gelb-Rot Strack (SCW) 78.

SV Steinbach – KSV Baunatal  2:1

Tore: 1:0 M. Wiegand 32. 1:1 Wolf 78. 2:1 M. Wiegand 84.

Zuschauer: 200

FC Ederbergland – Rot-Weiß Frankfurt  1:0

Tor: Miss 55. FE

Zuschauer: 500

TSV Lehnerz – VfB Ginsheim  3:3

Tore: 0:1 Fischer 2. 0:2 Karabey 28. FE 0:3 Mehnatgir 51. 1:3, 2:3 Schaaf 74., 75. 3:3 Sonnenberger 85.

Zuschauer: 200

Besonderes: Gelb-Rot Fischer 57. & Eren 81. (beide VfB)

Die in dieser Saison von ihrer Mannschaft so verwöhnten Zuschauer in Lehnerz trauten ihren Augen nicht. Statt einem „Pflichtsieg“ für den Klassenprimus roch es lange gewaltig nach der ersten Heimniederlage. Ginsheim spielte ungeachtet seiner Außenseiterrolle munter drauf los und versetzte den Favoriten in Schockstarre. Nach einer Vorlage von Mahdi Mehnatgir injizierte Nils Fischer den ersten Nadelstich. Mehnatgir holte sich noch vor der Pause den zweiten Scorerpunkt ab. Nach einem Foul von Torwart Aykut Bayar an ihm verwandelte Berat Karabey den Strafstoß zum 0:2. Sechs Minuten nach dem Wiederbeginn krönte Mehnatgir seine Leistung und erzielte höchstpersönlich den dritten VfB-Treffer. Damit schien die Sensation in trockenen Tüchern. Doch nach der völlig überflüssigen Ampelkarte von Nils Fischer roch der Platzhirsch wieder Lunte. Ein Doppelschlag von Patrick Schaaf binnen sechzig Sekunden sorgte für allgemeine Verunsicherung in den Gästereihen. Sebastian Sonnenberger machte per Kopf schließlich das Wendemanöver perfekt. Mit nur noch acht Feldspielern (auch Eray Eren wurde noch des Feldes verwiesen) überstand der Aufsteiger zumindest die TSV-Schlussoffensive und entführte einen weiteren Überraschungspunkt ins Mainspitzdreieck.

Spielfrei: Bayern Alzenau

 

Letzte Änderung amSamstag, 14 Oktober 2017 21:45
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