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Hessenliga

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Griesheim beendet die Vorrunde im hohen Norden

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Zum offiziellen Abschluss der ersten Hessenligahalbserie 17/18 (ein Spieltag der Rückrunde wurde bereits am Anfang der Saison ausgetragen) muss Viktoria Griesheim noch einmal vermehrte Reisekosten einkalkulieren und tritt am Samstag beim „Ergebniskrisenkollegen“ KSV Baunatal an.

Für Peter Seitel ist es nach dem relativ unglücklichen 0:1 gegen den SC Waldgirmes der zweite Job als verantwortlicher SCV-Trainer. Zur Premiere (oder wenn man es so ausdrücken möchte beim Comeback) hätte er am Hegelsberg beinahe die Minusserie gestoppt, aber ein folgenschwerer Torwartpatzer und Abschlusspech verhinderten das so dringende Erfolgserlebnis. So stand trotz des ordentlichen Einstandes (was die Performance im Gegensatz zum vorausgegangenen Debakel gegen Hadamar betraf) unter dem Strich der Fortbestand des Abwärtstrends (sieben sieglose Partien respektive drei Niederlagen en block).

Die nächste Chance, der Resultatsmisere Einhalt zu gebieten und vielleicht sogar die Auswärtsseuche zu kurieren (seit dem 3. Oktober 2016, also seit über dreizehn Monaten sieglos auf fremden Hessenligasportplätzen), bietet sich dem Sportclub im „fernen“ Nordhessen. Und die Zeichen scheinen nicht einmal so schlecht zu stehen, denn auch der KSV Baunatal wird von einer sportlichen Talsohle umzingelt. Im Anfangsstadium der aktuellen Spielzeit schien der ehemalige Zweitligist die Hessenliga noch aus den Angeln zu heben (Spitzenreiter vom ersten bis zum sechsten Spieltag), aber seitdem ist der Wurm drin. Während den vergangenen sieben Begegnungen kassierte man sechs Niederlagen, was den Sturz vom Gipfel ins tabellarische Niemandsland zur Folge hatte (nur noch Zehnter).

Beide Seiten spüren also den Druck, endlich wieder etwas reißen zu müssen. Vor allem der SCV angesichts seiner gefährlichen Lage auf einer Ranglistenstufe, die am Rundenende wahrscheinlich den Abstieg bedeuten würde. In Baunatal muss Peter Seitel letztmals auf sein gesperrtes Leistungsträgerduo Yves Böttler und Fabian Windeck verzichten. Beide stehen dann wieder beim Rückrundenauftakt am 18. November gegen Bayern Alzenau zur Verfügung. Aber auch ohne dieses Tandem plus die Langzeitverletzten wird die Viktoria in der VW-Stadt alles versuchen, um für eine Reaktivierung der Punktesammlungsteilnahme den Negativbock umzustoßen. Zweimal glückten schon Siege beim kommenden nordhessischen Gastgeber – und das mit jeweils vier selbst erzielten Toren: Im November 2012 (4:3) und im Oktober 2015 (sogar 4:0)…

Bereits am Freitagabend erwartet den VfB Ginsheim nach seinem bislang höchsten Hessenligatriumph (4:1 gegen Mitaufsteiger Spvgg Neu-Isenburg) mit der Hürde beim SC Hessen Dreieich eine Herkulesaufgabe. Der amtierende Hessenligameister ist momentan auf Position Zwei notiert (zwei Punkte hinter Branchenführer TSV Lehnerz) und gehört zu den Toppkandidaten für eine Regionalligabeförderung. Der Neuling startet ergo seine Dienstfahrt als Außenseiter, ist aber dennoch in der Lage, beim Favoriten eine erneute Überraschung zu landen, zumal sich Dreieich seine einzigen beiden Saisonpleiten im eigenen Wohnzimmer einfing und Ginsheim vor dem Anpfiff auswärts immer noch eine einstellige Gegentorstatistik aufweist. 

Alle Partien vom 18. Hessenligaspieltag:

Fr 10.11. 19.30

SC Hessen Dreieich - VfB Ginsheim

Sa 11.11. 14.30

KSV Baunatal – Viktoria Griesheim, SC Waldgirmes – Rot-Weiß Hadamar, Buchonia Flieden – Bayern Alzenau, SV Steinbach – Rot-Weiß Frankfurt, FC Ederbergland – Borussia Fulda, TSV Lehnerz – FSC Lohfelden

So 12.11. 14.30

Spvgg Neu-Isenburg – OSC Vellmar

Spielfrei: Teutonia Watzenborn-Steinberg

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 09 November 2017 15:53
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