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Hessenliga

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1:5 - SC Griesheim kann auch in Baunatal die sportliche Talfahrt nicht aufhalten

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Die Hessenligavorrunde gehört seit Samstagnachmittag der Vergangenheit an. Zum Glück wird wohl Viktoria Griesheim denken. Der fortan von vielen Personalproblemen geplagte Sportclub verlor beim KSV Baunatal sein viertes Spiel hintereinander (1:5) und setzt seine Klassenerhaltshoffnungen in die bereits nächste Woche startende zweite Halbserie, wenn einige wichtige Leistungsträger in den Kader zurückkehren.

Noch deutlicher kam der VfB Ginsheim unter die Räder. Der auswärts zuvor relativ sattelfest agierende Aufsteiger schluckte beim SC Hessen Dreieich bereits am Freitagabend sieben bittere Pillen. An der Tabellenspitze gab es keine neuen Wasserstandsmeldungen, weil die Top Drei des Klassements ihre Aufgaben erfolgreich lösten. Dank einem schwer erkämpften 2:1 über den FSC Lohfelden verteidigte der TSV Lehnerz seinen Branchenführerstatus mit zwei Punkten Vorsprung auf das Verfolgerduo Dreieich und Bayern Alzenau (4:3 in Flieden nach 1:2-Pausenrückstand).

Dagegen riss während der Schlussphase der Siegeslauf des viertplatzierten SC Waldgirmes (1:1 gegen RW Hadamar). Ginsheim büßte eine Position ein und ist jetzt Elfter. Vorbei am VfB zog Borussia Fulda, das unter der Regie vom neuen Trainer Henrys Lesser endlich den Premierendreier feierte (3:0 in Ederbergland). Dadurch bleibt der unterlegene FCE (13.) in Schlagdistanz von Viktoria Griesheim (14., zwei Zähler weniger). Die drei „Kellerkinder“ konnten (noch) nicht zulegen. Das interne Duell zwischen SV Steinbach und RW Frankfurt fiel den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer und Schlusslicht OSC Vellmar tritt erst am Sonntag in Neu-Isenburg an.

SC Hessen Dreieich - VfB Ginsheim  7:0  (Fr)

Tore: 1:0 A. Fliess 2. 2:0 Lagator 13. 3:0 Eigentor Bednarz 25. 4:0 Weiss 35. 5:0 A. Fliess 48. 6:0, 7:0 55., 84.

Zuschauer: 260

Knapp eine Woche nach dem bislang höchsten Oberhaustriumph (4:1 gegen Neu-Isenburg) folgte für den Neuling am Freitagabend die deutlichste Niederlage seiner noch blutjungen Hessenligaperiode. Ginsheim ließ in der Anfangsphase die eigentliche Stärke der defensiven Konzentration vermissen. Bereits nach 13 Minuten führte der Favorit durch das identische Strickmuster (Flanke Alban Lekaj, Kopfball, Tor) mit 2:0. Andre Fliess und Tino Lagator waren die dankbaren Abnehmer. Dieser doppelte Genickschlag warf die Gäste komplett aus der Bahn. Zu allem Überfluss bescherte ein Eigentor weiteren Flurschaden und als Loris Weiss noch vor der Pause den vierten Hausherrentreffer erzielte, musste der VfB schon zur Halbzeit ein Ergebnisdebakel in Erwägung ziehen.

Kurz nach dem Wiederbeginn nahmen die Befürchtungen ihren Lauf. Fliess und Weiss stellten den Score auf ein halbes Dutzend. Obwohl der Meisterschaftskandidat dann zwei Gänge zurückschaltete, durfte Weiss trotzdem noch die Schlusspointe schreiben. So musste Ginsheim für die Rückfahrt reichlich Lehrgeld verstauen. In den vorausgegangenen ersten acht Hessenligaauswärtspartien klingelte es lediglich neun Mal im VfB-Kasten und bei der neunten Dienstreise holte Keeper Lukas Langenstein gleich „sieben auf einen Streich“ aus dem Netz. 

KSV Baunatal – Viktoria Griesheim  5:1

Tore: 1:0 Wolf 2. 2:0 Schrader 28. 3:0 Schäfer 66. 4:0 Pforr 74. 4:1 Karras 86. 5:1 Üstün 89. 

Zuschauer: 150

Eigentlich war es laut Romanvorlage ja im Westen, aber für den SCV musste man den Klassiker am Samstag umschreiben: „Im Norden nichts Neues“. Die weiterhin eminent grassierende Personalausfallquote verhinderte auch in Baunatal ein Ende der sportlichen Misere. Nach dem 1:5 beim einstigen Zweitligisten setzten sich die Minusläufe in Form von jetzt acht sieglosen Partien und vier Niederlagen am Stück fort.

Der neue Coach Peter Seitel musste bei seinem zweiten Seitenlinieneinsatz schon in der zweiten Minute konstatieren, wie seine Marschrouten eingedämpft wurden, als Mario Wolf einen Freistoß direkt verwandelte. Dieser Blitzschock trug natürlich nicht zu einer Aufhebung der Verunsicherungsblockade bei. Nach einer guten halben Stunde fing sich die im Vorwärtsgang bemühte, aber harmlose Viktoria einen Konter ein, den man eigentlich lediglich in der Schlussphase kassiert.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hätte Yun Won Kim die Hoffnung noch einmal reaktivieren können, doch sein Abschluss küsste nur den Pfosten. Stattdessen nutzten die Nordhessen die sich ihnen nun immer mehr bietenden Freiräume zum im 0:4 mündenden Doppelschlag. Immerhin gelang es Theodoros Karras, die SCV-Torlosigkeit an den Nagel zu hängen. Seine Ergebniskosmetik kurz vor dem finalen 1:5 bedeutete der erste Griesheimer Hessenligatreffer nach zuvor 378 Minuten ohne eigene Bude. Während der KSV Baunatal also seine Durststrecke stoppte, geht die der Griesheimer in die nächste Runde und die Lage im Kampf um den Klassenerhalt bleibt vor der Rückrundenouvertüre am kommenden Samstag gegen Alzenau bedrohlich. Immerhin stehen Coach Seitel dann Yves Böttler und Fabian Windeck nach abgesessenen Sperren wieder zur Verfügung.

SC Waldgirmes – Rot-Weiß Hadamar  1:1

Tore: 1:0 Gros 50. 1:1 Neugebauer 82.

Zuschauer: 280

Buchonia Flieden – Bayern Alzenau  3:4

Tore: 1:0 Schaub 13. 1:1 Jourdan 28. 2:1 Hohmann 45. 2:2 Wade 73. 2:3 Niesigk 77. 2:4 Calabrese 88. 3:4 Bohl 90. + 2

Zuschauer: 250

SV Steinbach – Rot-Weiß Frankfurt  ausgefallen

FC Ederbergland – Borussia Fulda  0:3

Tore: 0:1 Alles 8. 0:2 Velic 53. 0:3 Mosch 90.

Zuschauer: 200

TSV Lehnerz – FSC Lohfelden  2:1

Tore: 1:0 Wollny 21. 1:1 Weingarten 70. 2:1 Trägler 77.

Zuschauer: 200

Spvgg Neu-Isenburg – OSC Vellmar  2:2   (So)

Tore: 1:0 Rhein 5. 1:1 Wissemann 30. 2:1 Albert 40. 2:2 Utsch 75.

Zuschauer: 80

Spielfrei: Teutonia Watzenborn-Steinberg

Letzte Änderung amSonntag, 12 November 2017 21:21
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