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Hessenliga

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Viktoria Griesheim zu Gast bei den Roten von Mario Basler

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Am kommenden Samstag fährt die Hessenliga auf ihre drittletzte Runde vor der Winterpause. Nach dem 5:2-Coup über Bayern Alzenau hat Viktoria Griesheim nicht nur wegen der Tatsache, dass sein Gastgeber RW Frankfurt als Nebenbuhler im Klassenerhaltskampf fungiert, ein prickelndes Duell vor der Brust, während der VfB Ginsheim gegen den KSV Baunatal auf den sechsten Saisonsieg hofft. 

Wie bereits im Heimmatch gegen Alzenau wird auch beim nächsten SCV-Einsatz der gegnerische Trainer eine nicht zu unterschätzende Hauptrolle spielen. Am letzten Wochenende war es aufgrund seiner viktorianischen Vergangenheit Angelo Barletta und am Brentanobad steht Mario Basler im Fokus, den die Frankfurter Roten vor wenigen Wochen als Hoffnungsträger für den sportlichen Überlebenskampf überraschend aktivierten. Nach einem katastrophalen Saisonstart heuerte der Traditionsverein, der in den beiden Spielzeiten zuvor jeweils nur in der Aufstiegsrelegation an einer Regionalligabeförderung scheiterte und nach einem radikalen Personaladerlass im Sommer in tabellarische Schieflage geriet, den einstigen Nationalspieler (30mal für Deutschland im Einsatz) an.

Seine erste Zwischenbilanz lautet immerhin zwei Siege aus fünf Partien und damit har der genauso prominente wie polarisierende Coach schon mehr Punkte gesammelt als sein Vorgänger Daniyel Cimen, der Mitte September seinen Vertrag auflöste und zum Ligarivalen Teutonia Watzenborn-Steinberg wechselte. Mit insgesamt nur elf Zählern hängen die Roten trotzdem noch um einiges dem rettenden Ufer hinterher und für Basler, dessen Engagement zunächst einmal bis zur Winterpause vorgesehen ist, ist es eine Mammutaufgabe, das Anschlussverfahren herzustellen.

Sechs Punkte mehr (17) hat Viktoria Griesheim bei einem mehr ausgetragenen Match auf dem Konto. Tabellarisch trennen die beiden Kontrahenten allerdings nur zwei Positionen. Das unterstreicht die Wertigkeit der anstehenden Prüfung für beide Seiten. Der Sportclub kann vor dem heiklen Gang ans Brentanobad, wo man in den Vorjahren stets leer ausging, tief durchatmen. Der Grund hierfür ist natürlich der gegen Alzenau hingelegte Befreiungsschlag, der eine längere Ergebniskrise ausradierte und die Ligaverbleibzuversicht bezuschusste. Die Rückkehr von einigen Personalkorsettstangen (allen voran Yves Böttler, der mit drei Buden wesentlichen Anteil am viktorianischen Ausrufezeichen hatte und dadurch seine Führung in der Torschützenliste verteidigte) machte sich so was von positiv bemerkbar, dass das gesamte Team eine fulminante Leistungsexplosion an den herbstlichen Tag legte.

Mit dem Rückenwind des ersten Sieges unter seiner Übungsleiterregie versucht Peter Seitel nun am Main, die zweite und noch viel längere Durststrecke zu beenden. Seit vierzehn Monaten wartet der SCV auf einen Hessenligaauswärtsdreier. Falls der wirklich am Brentanobad gelingen sollte, wären das weitere Big Points auf dem Weg zum Happyend. Doch wie erwähnt: Einfach wird es nicht. Auch die Schützlinge von Mario Basler haben nach dem 1:0 in Baunatal Lunte gerochen und wollen mit aller Macht dem Keller entweichen. Spannung dürfte für den Vergleich am Samstag garantiert sein.

Zur gleichen Zeit möchte der VfB Ginsheim seinen guten Heimlauf fortfahren (seit fünf Runden zu Hause ungeschlagen) und den KSV Baunatal niederringen. Es ist eine Art Premiere, denn erstmals läuft ein einstiger Zweitligist zu einem Punktspiel am Altrhein auf. Die anreisenden Nordhessen stecken in einem Tief und vergeigten sieben der letzten neun Spiele, was einen tabellarischen Sturzflug vom Platz an der Sonne auf die siebte Stelle zur Folge hatte. Außerdem muss der KSV auf zwei gesperrte Leistungsträger verzichten. Derweil zeigte sich der gastgebende Aufsteiger beim 0:0 in Waldgirmes sehr gut erholt von der zuvor in Dreieich kassierten Klatsche und ist fortan auf einer sehr guten Spur zum großen Wunschziel Klassenerhalt – erst Recht, falls man gegen die VW-Städter den kompletten Profit im eigenen Wohnzimmer einstreichen sollte.

Außerdem kommt es noch zum absoluten Toppkracher zwischen den Nummern Eins und Zwei im Ranking. In Osthessen werden wegweisende Aufstiegsweichen gestellt, wenn die beiden besten Hessenligamannschaften vom TSV Lehnerz und Hessen Dreieich direkt aufeinanderprallen.

Alle Partien vom 20. Hessenligaspieltag:

Sa 25.11. 14.30

VfB Ginsheim – KSV Baunatal, OSC Vellmar – SC Waldgirmes, Teutonia Watzenborn-Steinberg – Buchonia Flieden, Borussia Fulda – SV Steinbach, TSV Lehnerz – SC Hessen Dreieich, FC Ederbergland – Spvgg Neu Isenburg, Bayern Alzenau – Rot-Weiß Hadamar, Rot-Weiß Frankfurt – Viktoria Griesheim

Spielfrei: FSC Lohfelden

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 23 November 2017 11:29
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