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Verbandsliga Süd

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Dämpfer für die Roten – Alsbacher Befreiungsschlag – Perfekter Juskic-Einstand

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Die „gefürchtete“ 13. Verbandsligarunde bescherte TS Ober-Roden (2:0 gegen ET Wald-Michelbach in Spiel Eins von Zivo Juskic nach dem Comeback auf der Trainerbank) und dem FC Alsbach (2:0 gegen Germania Ober-Roden) die Rückkehr des lange vermissten Glücksgefühls. Dagegen schauten neben dem am Hinkelstein unterlegenen Aufsteiger auch RW Darmstadt (deftiges 0:4 beim Hanauer SC 1960) und Viktoria Urberach (0:3 in Nidda) enttäuscht in die Röhre.

Weil Türk Gücü Friedberg spielfrei war, konnte Tabellenführer FV Bad Vilbel dank einem 2:0 bei Vatanspor Bad Homburg seinen Vorsprung auf vier Punkte ausbauen. Hanau 93 verteidigte mit einem 3:2 im Aufsteigerduell bei Sandzak Frankfurt seinen dritten Rang. Vierter ist jetzt die Usinger TSG nach dem „Pflichtdreier“ gegen Schlusslicht Bruchköbel (2:0). Viktoria Nidda (5.) überholte ebenfalls Germania Ober-Roden, das nun auf Stufe Sechs notiert ist.

RW Darmstadt rutschte auf die neunte Position ab. Gleich dahinter folgt der eine empfindliche Heimschlappe einsteckende FC Bensheim (1:4 gegen RW Frankfurt II). Die Ober-Rodener Turnerschaft kraxelte wieder über den Strich. Soweit ist der FC Alsbach noch nicht, aber das heimische Erfolgserlebnis könnte die Spur hierfür ebnen. Viktoria Urberach muss sich fortan mit Abstiegssorgen quälen und purzelte auf die vorletzte Sprosse hinunter.

Viktoria Nidda – Viktoria Urberach  3:0  (Sa)

Tore: 1:0, 2:0 Michel 17., 34. 3:0 Diedrich 47.

Sechster Heimsieg im siebten Heimspiel: Gegen die Stärke des gastgebenden Neulings vor dem eigenen Publikum war für die erstmals beim Vornamensvetter in Nidda antretende Viktoria aus dem Rödermarker Ortsteil kein Kraut gewachsen. Noah Michel, der am Anfang seiner Karriere schon Drittligaluft beim Jahn in Regensburg gesammelt hat, legte mit seinen beiden Toren in Abschnitt Eins den Grundstein für den nächsten Streich des Newcomers, der sich damit in der erweiterten Spitzengruppe festbeißt. Sven Diedrich machte kurz nach dem Seitenwechsel den verdienten Erfolg für die Hausherren endgültig spruchreif. Dagegen musste Urberach nach dem in der Vorwoche erzielten 4:1 gegen Wald-Michelbach gleich wieder einen Rückschlag hinnehmen und fortan den Aufenthalt in der tabellarischen Gefahrenzone erdulden.

TS Ober-Roden – Eintracht Wald-Michelbach  2:0

Tore: 1:0 Schöppner 43. 2:0 Djordjevic 89.

Traumcomeback: Mit einem 2:0 gegen den ETW beendete der nach der Trennung von Daniel Nister wieder in die coachende Funktion gerückte Zivojin Juskic die Durstrecke der Turnerschaft von fünf sieg- respektive drei torlosen Begegnungen. Tim Schöppner und Dejan Djordjevic münzten jeweils zum Ende beider Halbzeiten die Vorgaben ihres neuen bzw. alten Chefs in den befreienden Sieg um. Damit kletterte Ober-Roden in der Rangliste an den nach dem 1:4 bei Viktoria Urberach zum zweiten Mal in Serie in Rödermark leer ausgehenden Überwäldern vorbei.

FC Alsbach – Germania Ober-Roden  2:0

Tore: 1:0 Ehmig 16. 2:0 Sancak 76.

Besonderes: Gelb-Rot Bidou (Germania) 87.

Mit einer kleinen Überraschung endete das „reaktivierte Derby“ des Darmstädter Fußballbezirks. Dass der zuvor fünf Runden sieglos gebliebene FCA die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga mit 2:0 in die Knie zwingt, davon konnte man im Vorfeld nicht unbedingt ausgehen. Mit einer geschlossenen Leistung zog das Team von Sascha Huy den Kopf aus dem Talsohlensumpf und kann wieder etwas relaxter nach vorne blicken. In der Startphase hatte Alsbach zunächst bei zwei vergebenen Germanen-Chancen das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, ehe Philipp Ehmig nach der ersten gelungenen Angriffsaktion zum 1:0 einköpfte. Ober-Roden versuchte vor allem in Person von Marco Christophori zu antworten, doch der bislang beste Verbandsligaknipser hatte am Hinkelstein sein Visier nicht optimal eingestellt. Abdulrahman Sanczak perfektionierte schließlich in der 76. Minute den wichtigen „Dreier“ für den FCA.

Hanauer SC 1960 – Rot-Weiß Darmstadt  4:0

Tore: 10 Günel 6. 2:0 Parker 39. 3:0 Köksal 54. 4:0 Yildiz 86.

Den zweiten Saisonausflug nach Hanau werden die Heimstättensiedler im Gegensatz zum ersten (5:0 bei den 93ern) sicherlich so schnell wie möglich aus dem Gedächtnis streichen wollen. Bereits nach sechs Minuten geriet die Elf von Dominik Lohrer in Schieflage, als Güney Günel mit abfälschender Hilfe den Ball im Kasten von Keeper Marc Radermacher versenkte. Spielerisch sehenswert legten die Hausherren am Wilhelmsbad noch vor der Pause nach. Zeitig im zweiten Abschnitt beendete der Platzhirsch die Gästehoffnungen, der Partie noch eine Kehrtwende einzuimpfen. Zwar bemühte man sich fortan um eine Ergebniskosmetik, doch im Abschluss blieb vieles halbgar. Serhat Yildiz besiegelte schließlich die höchste Saisonniederlage und im Umkehrschluss seinem neuen Trainer Antonio Abbruzzese, der zum zweiten Mal nach dem 0:0 bei Germania Ober-Roden in der Verantwortung stand, ein perfektes Heimdebüt. In der Tabelle mussten die Roten den jetzt punktgleichen Rivalen aus Hanau (je 17 Zähler) vorbeiziehen lassen: „1960“ ist ab heute Neunter und RW „nur“ noch Zehnter. 

FC 07 Bensheim – Rot-Weiß Frankfurt II   1:4

Tore: 1:0 Blüm 11. 1:1, 1:2 Mensah 63., 77. 1:3 Gürser 82. 1:4 Yun 87.

Vatanspor Bad Homburg – FV Bad Vilbel  0:2

Tore: 0:1 Knell 70. 0:2 Fjordjevic 90. + 4

Usinger TSG – SG Bruchköbel  2:0

Tore: 1:0 Paschke 45. 2:0 Tilger 68. FE

Besonderes: Rot Pauly (UTSG) 72., Gelb-Rot Büdinger (SGB) 74.

Sandzak Frankfurt – FC Hanau 93  2:3

Tore: 1:0 Cakovic 35. 1:1 Damar 37. FE 2:1 Mastilovic 53. 2:2, 2:3 Fischer 69., 74.

Spielfrei: Türk Gücü Friedberg

 

Letzte Änderung amSonntag, 15 Oktober 2017 22:50
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