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Verbandsliga Süd

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Joker Owusu beschert Germania Derbytriumph – Alsbach chancenlos beim Primus

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Germania Ober-Roden gewann am abschließenden Vorrundenspieltag der Verbandsliga dank einem Schlussphasendoppelpack des eingewechselten Samuel Owusu das spannende Derbyhighlight bei der Turnerschaft mit 2:1. Der FC Alsbach hatte beim Spitzenreiter FV Bad Vilbel wenig zu bestellen und quittierte eine deutliche 0:5-Niederlage.

Zum Zuschauen verurteilt waren RW Darmstadt (spielfrei) und Viktoria Urberach (die Heimaufgabe gegen Vatanspor Bad Homburg fiel aus). Im Aufstiegskampf verteidigte Bad Vilbel durch den deutlichen Heimerfolg gegen Alsbach seinen Vierpunktevorsprung auf Türk Gücü Friedberg, das sich mit dem identischen Positivresultat von 5:0 bei RW Frankfurt II durchsetzte. Die weiteren mit einigem Respektsabstand folgenden Verfolger auf den Positionen Drei und Vier sind Hanau 93 (4:1 gegen den FC Bensheim) und Viktoria Nidda (6:3 im Aufsteigerduell gegen Sandzak Frankfurt).

Einen Riesensprung nach oben machte Germania Ober-Roden und verbesserte sich auf die sechste Tabellenstufe. RW Darmstadt schließt die erste Halbserie als Zehnter ab (punktgleich mit dem Elften ET Wald-Michelbach, der bereits am Samstag die Usinger TSG 1:0 bezwang). Seite an Seite rund um das abstiegsgefährdete Areal marschieren Viktoria Urberach (12., allerdings mit zwei weniger ausgetragenen Begegnungen), der FC Bensheim (13.), der FC Alsbach (14.) und TS Ober-Roden (15.) in die schon am nächsten Wochenende beginnende Rückrunde. Dem SG Bruchköbel fehlten nur wenige Sekunden zum ersten Saisonsieg. Unmittelbar vor Torschluss glückte dem Hanauer SC 1960 der 1:1 Ausgleich, weshalb der erst zweite verbuchte Zähler das abgeschlagene Schlusslicht bestimmt nicht trösten konnte. 

Eintracht Wald-Michelbach – Usinger TSG  1:0  (Sa)

Tor: Schmitt 40.

Rot-Weiß Frankfurt II – Türk Gücü Friedberg  0:5

Tore: 0:1 Gürsoy 36. 0:2 Tesfaldet 42. 0:3 Mezimi 48. 0:4 Decise 53. FE 0:5 Gürsoy 77.

TS Ober-Roden – Germania Ober-Roden  1:2

Tore: 1:0 Djordjevic 57. 1:1, 1:2 Owusu 79., 90. + 1

Im ersten Ober-Rodener Punktspielderby seit 2012 sah es vor fast 400 Zuschauern lange nach einem Heimerfolg aus, ehe Germanen-Coach Adi Akinwale mit Samuel Owusu den perfekten Joker zog. Auf den finalen Metern bog der von der TSG Messel gekommene Neuzugang mit seinen ersten beiden Verbandsligabuden den 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg herum, während der Turnerschaft nach den vorausgegangenen Prüfungen (5:5 in Usingen und 0:1 in Nidda) zum dritten Mal hintereinander wertvoller Proviant für den Klassenerhaltskampf in der Schlussphase flöten ging. Vor allem in der ersten Hälfte verpasste der Platzhirsch, den Prestigefight zu seinen Gunsten zu entscheiden. Jannis Fritsch, Ali Kazimi und Cengiz Veisoglu ließen beste Einschussmöglichkeiten liegen. Die verdiente Führung glückte dann Dejan Djordjevic zehn Minuten nach dem Wiederanstoß, kurz nachdem Akinwale wegen zu lauten Protesten vom Schiedsrichter hinter die Absperrung geschickt wurde. Das hinderte den Germania-Trainer natürlich nicht, in der 74. Minute Samuel Owusu ins Gefecht zu werfen. 300 Sekunden später stach der Joker erstmals und erzielte den Ausgleich. In den ersten Sequenzen der Nachspielzeit drehte Owusu den Lokalkracher komplett zu Gunsten der Gäste von der Frankfurter Straße, die nach vier sieglosen Partien ausgerechnet beim Nachbarn mal wieder einen „Dreier“ bejubeln durften und ihre imponierende Auswärtsbilanz weiter ausbauten.    

Viktoria Nidda – Sandzak Frankfurt  6:3

Tore: 1:0, 2:0 Michel 8., 15. FE 2:1 Mastilovic 17. 2:2 Printemps 21. 3:2, 4:2 Kuhl 69., 74. 5:2 Diedrich 79. 6:2 Kuhl 83. 6:3 Geith 90.

Viktoria Urberach – Vatanspor Bad Homburg ausgefallen

FC Hanau 93 – FC 07 Bensheim  4:1

Tore: 1:0 Ries 27. 1:1 Budimir 57. 2:1 Ünal 65. 3:1 Damar 82. 4:1 Fischer 85.

Besonderes: Rot Rettig (FCB) 75.

SG Bruchköbel – Hanauer SC 1960  1:1

Tore: 1:0 Ahouandjinou 14. 1:1 Parker 90. + 4

FV Bad Vilbel – FC Alsbach  5:0

Tore: 1:0 Emmel 20. 2:0, 3:0 Maksumic 29., 44. 4:0 Djordjevic 83. 5:0 Dramac 87.

Beim bereits feststehenden Herbstmeister stand der personell geschwächte FCA (Trainer Sascha Huy fehlten auf dem Niddasportfeld die Leistungsträger Philipp Ehmig, Marcus Manga Mbou und Cengiz Gencer) auf verlorenem Posten. Typisch für einen Aufstiegsaspiranten nutzten Dominik Emmel und Ajdin Maksumic die ersten hochkarätigen Chancen gegen die zuvor ordentlich organisierte Abwehrgästereihe konsequent aus. Noch vor der Pause legte Maksumic nach, womit der Favorit praktisch schon zur Halbzeit die einkalkulierte Ernte in der Scheune hatte. Mit dem klaren Vorsprung im Rücken waren die Brunnenstädter im zweiten Abschnitt deutlich am Drücker. Zoran Djordjevic und Ivan Dramac schraubten das Ergebnis in eine fast schon standesgemäße Dimension, während Alsbach der individuellen Qualität des Tabellenführers Tribut zollen musste.

Spielfrei: Rot-Weiß Darmstadt

 

Letzte Änderung amMontag, 06 November 2017 06:42
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