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Verbandsliga Süd

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RW Darmstadt & TS Ober-Roden treffen sich zum Rückrundenauftakt

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Am kommenden Wochenende öffnet die Verbandsliga bereits ihre Rückrundenpforten, obwohl die Hinkämpfe dieses Spieltags noch gar nicht so lange zurückliegen (3. Oktober). Aus südhessischer Sicht steht das Duell zwischen RW Darmstadt und TS Ober-Roden im Fokus. Mit den beiden Hanauer Vertretern bekommt es das Duo FC Alsbach/Viktoria Urberach zu tun und Germania Ober-Roden hofft nach dem Derbytriumph, endlich den ersten Saisonheimsieg einzutüten.

Wenn man die Halbzeittabelle inspiziert, muss man sich prinzipiell um alle Vereine des Darmstädter Fußballbezirks Sorgen machen. Germania Ober-Roden fungiert  als die Nummer Eins in diesem „separaten Ranking“ (Ranglistensechster), doch der optische Schein trügt, weil der Vorsprung zum eventuell ersten Abstiegsplatz „nur“ vier Punkte beträgt. Die restlichen Protagonisten sind Kopf an Kopf auf den Stellen Zehn bis Fünfzehn notiert und zittern gemeinsam um eine sportliche Qualifikation für eine künftige Verbandsligateilnahmeberechtigung über die aktuelle Saison hinaus.

Zwei Mitglieder dieses Pulks sind Rot-Weiß Darmstadt (10., 21 Zähler) und TS Ober-Roden (15., 16). Die am Sonntag aufeinander prallenden Rivalen trennen also fünf Sprossen, punktuell aber keine Welten. Das Hinspiel am Tag der Deutschen Einheit entschieden die Heimstättensiedler mit 2:0 für sich (Tore Alvano Kröh und Donat Tala). Da saß bei der Turnerschaft noch Daniel Nister auf der Trainerbank, der ja bekanntlich inzwischen von seinem Vorgänger Zivojin Juskic wieder abgelöst wurde. Die erste Zwischenbilanz des neuen/alten Übungsleiters lautet vier Punkte aus vier Partien.

Bessere Wertmomentaufnahmen verhinderten die späten Einschläge in Nidda und Usingen sowie als negative Krönung der Nachspielzeitnackenschlag im Derby gegen die Germania. Ohne diese Last Minute – Dämpfer hätte die TS vier Zähler mehr auf dem Konto und wäre fast mit den Roten gleichauf, statt wie jetzt auf der drittletzten Tabellenstufe zu bibbern. Das gastgebende Team von Coach Dominik Lohrer war am zurückliegenden Wochenende spielfrei und ballerte sich zuvor mit einem 5:2 über RW Frankfurt II den vorausgegangenen Ergebnisfrust von der Seele. Nun kommt es zu einer weiteren Wegweiserkonfrontation im Waldsportpark.

Der Spieltagsreigen beginnt mit dem einzigen Samstagsmatch im Bensheimer Weiherhaus, wo der FC 07 (13.) zum „Bergstraßenderby“ Eintracht Wald-Michelbach (11.) empfängt. Selbstredend wird auch dort wichtiger Proviant für den Ligaverbleib zum Kauf angeboten. Die Hausherren kassierten in den letzten beiden Partien acht Gegentore und mussten die in diesem Zeitfenster zweimal siegreichen Überwälder tabellarisch vorbeiziehen lassen.

Am Sonntag bestreitet Viktoria Urberach (12., 19 Zähler) seine dritte Auswärtsaufgabe hintereinander, weil der Heimjob vor Wochenfrist gegen Vatanspor Bad Homburg den schlechten Witterungs- bzw. deswegen verursachten Platzverhältnissen zum Opfer fiel. Die Rödermarker sind deshalb gegenüber der Konkurrenz schon mit zwei Spielen in Verzug und dürfen während ihren Nachholverpflichtungen noch reichlich Boden gut machen. Doch zunächst einmal könnten sie einen „Auswärtssieghattrick“ landen (vor der unfreiwilligen Pause gewannen sie 2:1 in Usingen & 1:0 in Alsbach). Hierfür wäre allerdings ein „Dreier“ beim Hanauer SC 1960 zwingend erforderlich, der nach einem rabenschwarzen Saisonstart inzwischen auf den siebten Rang hoch geschnellt ist, zuletzt aber auch wieder schwächelte (drei Begegnungen ohne Sieg).

Mit dem zweiten und „prominenteren“  Hanauer Klub von den 93ern duelliert sich der FC Alsbach (14., 17 Punkte) am heimischen Hinkelstein. Der frühere Hessenligist belebt nach seiner Renaissance respektive Wiederaufstieg das Verbandsligageschäft. Eigentlich kein Wunder beim Studium des adäquaten Kaders, den einige Ex-Profis bevölkern. Im Hinspiel hatte der FCA den Favoriten aber schon einmal am Rande einer Niederlage (2:2 nach Führung bis zur 83. Minute). Nach zwei ertraglosen Auftritten en block ohne eigenen erzielten Treffer hat sich die Abstiegsgefahr wieder maximiert und das Team von Sascha Huy muss alles daran setzen, seinem Gast ein Bein zu stellen.

Germania Ober-Roden schwebt seit dem Derbytriumph bei der Turnerschaft auf Wolke Sieben und will den Rückenwind in den überfälligen ersten Saisonheimdreier ummünzen. Während es auswärts relativ regelmäßig klappt mit dem Profitsammeln, steht zu Hause unter der Überschrift Siege immer noch die Null. Die angeschlagene zweite Mannschaft von RW Frankfurt (zuletzt vier Pleiten und dabei sechzehn Gegentore geschluckt) scheint beim „naiven Statistikblick“ der geeignete Kontrahent zu sein, dass an der Frankfurter Straße endlich der Knoten platzt, zumal sich die Germanen bereits bei der Konfrontationserstausgabe am Brentanobad weidlich austoben durften (7:1).   

Alle Partien vom 18. Verbandsligaspieltag:

Sa 11.11. 17.00

FC 07 Bensheim – Eintracht Wald-Michelbach

So 12.11. 14.30

Rot-Weiß Darmstadt – TS Ober-Roden, Vatanspor Bad Homburg – Viktoria Nidda, Hanauer SC 1960 – Viktoria Urberach, FC Alsbach – FC Hanau 93, Türk Gücü Friedberg – SG Bruchköbel, Germania Ober-Roden – Rot-Weiß Frankfurt II, Usinger TSG – Sandzak Frankfurt

Spielfrei: FV Bad Vilbel

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 09 November 2017 15:53
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