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Verbandsliga Süd

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Rabenschwarzer letzter Jahresspieltag

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Bis auf zwei noch für den nächsten Sonntag vorgesehene Nachholpartien beendete die Verbandsliga das Punktspielkapitel 2017. Dabei mussten die lokalen Vertreter des Darmstädter Fußballkreises durchweg Nackenschläge einstecken. Als einzige Mannschaft erbeutete RW Darmstadt einen Punkt, doch aufgrund des in der Nachspielzeit eingefangenen 2:2 beim abgeschlagenen Schlusslicht SG Bruchköbel gehen auch die Heimstättensiedler mit einem enttäuschenden Erlebnis in die Winterpause.

An der Tabellenspitze bleibt alles wie gehabt: Der FV Bad Vilbel feierte durch ein 4:0 über RW Frankfurt II die „Weihnachtsmeisterschaft“ und führt das Klassement mit einem Punkt Vorsprung auf Türk Gücü Friedberg (1:0 bei ET Wald-Michelbach) an. Auch auf den punktuell relativ weit dahinter positionierten Positionen änderte sich nichts. Sowohl Vatanspor Bad Homburg (1:0 gegen TS Ober-Roden) als auch Viktoria Nidda (3:0 gegen den FC Alsbach) und Hanau 93 (3:2 bei Germania Ober-Roden) behaupteten im erfolgreichen Vergleich mit den unterlegenen Protagonisten des Darmstädter Bezirks ihren Verfolgerstatus.

Weil zudem noch der FC Bensheim sein finales Jahresmatch 0:1 bei der Usinger TSG 0:1 vergeigte, kauern bis auf Germania Ober-Roden (Platz Acht und nächste Woche noch die „machbare“ Nachholverpflichtung gegen RW Frankfurt II vor der Brust) alle Mitglieder der erwähnten geographischen Hemisphäre Kopf an Kopf hauteng aufeinander in der Gefahrenzone zwischen den Rängen Zehn und Fünfzehn).   

FV Bad Vilbel – Rot-Weiß Frankfurt II  4:0  (Fr)

Tore: 1:0 Knell 55. 2:0 Sabic 68. FE 3:0 Knell 75. 4:0 Bauscher 82.

Germania Ober-Roden – FC Hanau 93  2:3

Tore: 0:1 Fischer 4. 1:1 Stemann 8. FE 1:2, 1:3 Fischer 36., 62. 2:3 Hakimi 90.

Den Unterschied im Aufsteigerduell machte Christian Fischer aus. Der 93er-Torjäger bezwang mit seinen drei Treffern die Germania praktisch im Alleingang. Dagegen konnte der angeschlagene Ober-Rodener Torgarant Marco Christophori erst in der zweiten Hälfte mitwirken und das Blatt nicht mehr wenden. Am kommenden Sonntag bietet sich der Mannschaft von Adi Akinwale in einer weiteren Heimaufgabe gegen „Kellerkind“ Rot-Weiß Frankfurt II noch einmal eine gute Chance, um den heute verlorenen Boden zurückzuerobern.

Eintracht Wald-Michelbach – Türk Gücü Friedberg  0:1

Tor: Decise 55.

Viktoria Nidda – FC Alsbach  3:0

Tore: 1:0 Diedrich 33. 2:0, 3:0 Michel 49., 69.

Nach zwei knappen 1:0-Erfolgen in Serie am Hinkelstein musste sich der FC Alsbach der überragenden Heimstärke des Neulings beugen, der dank dem neunten Sieg im zehnten Verbandsligamatch vor eigenem Publikum als bester Aufsteiger auf Platz Vier überwintert. Die Gäste gestalteten die erste halbe Stunde ausgeglichen und fanden bei zwei guten Chancen in Goalie Tim Kuhl ihren Meister. Mit dem 1:0 von Sven Diedrich neigte sich das Pendel aber in Richtung der viktorianischen Nidda. Goalgetter Noah Michel machte mit einem Doppelschlag (darunter ein ansehnlicher Heber über Schlussmann Kevin Krezdorn) alles klar. Dennoch geht der FCA auf einer Nichtabstiegsstelle ins neue Jahr, auch wenn der Vorsprung nur hauchdünn ist. 

Sandzak Frankfurt – Hanauer SC 1960  1:5

Tore: 0:1 Parker 33. 1:1 Sejdovic 38. 1:2 Köksal 58. 1:3 Arslan 64. 1:4, 1:5 Köksal 68., 83.

Usinger TSG – FC 07 Bensheim  1:0

Tor: Pelka 90.

Besonderes: Rot Rettig (FCB) 90.

Vatanspor Bad Homburg – TS Ober-Roden  1:0

Tor: Schleiffer 38.

Das rutschige Kunstrasengeläuf in Bad Homburg bereitete beiden Seiten Schwierigkeiten. Standfest präsentierte sich allerdings Pascal Schleiffer, als er auf Flanke von Baris Odabas zum Tor des Tages einköpfte und der Turnerschaft die erste Niederlage nach zwei zuletzt hingelegten Auswärtsdreiern „bescherte“. Vielleicht wäre vieles anders gelaufen, wenn Lewin Blahut bereits in der ersten Minute alleine vor Keeper Klug nicht an selbigem gescheitert wäre. Bis zum Kehraus kämpfte die Elf von Zivo Juskic für eine Egalisierung – letztendlich vergebens.

SG Bruchköbel – Rot-Weiß Darmstadt  2:2

Tore: 1:0 Werner 21. 1:1 Adusei 37. 1:2 Schwarz 79. 2:2 Kühn 90. + 2

In der Nachspielzeit fielen die Roten sprichwörtlich aus allen Wolken und überwiesen dem fortan sieglosen respektive praktisch schon abgestiegenen Schlusslicht unfreiwillig den erst dritten Saisonpunkt. Statt mit einem einkalkulierten Erfolgserlebnis mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu marschieren, hat sich die sportliche Lage der Mannschaft von Dominik Lohrer noch einmal verschärft und muss sich zur Fortsetzung der Punktrunde ab Ende Februar 2018 wohl auf einen knallharten Kampf um den Klassenerhalt einstellen. Den früh von Kim Werner verursachten Dämpfer kompensierte Michael Adusei mit dem Ausgleich. Als Martin Schwarz zehn Minuten vor dem Abpfiff das scheinbar erlösende 2:1 erzielte, deutete viel auf die Einfuhr des „Pflichtdreiers“ hin. Doch danach ließen die Heimstättensiedler unverständlicherweise die Zügel schleifen und wurden dafür in der Extratime bitter bestraft. 

Spielfrei: Viktoria Urberach

 

Letzte Änderung amMontag, 27 November 2017 09:03
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